Sabine 

Ich bin zertifizierte Hundetrainerin nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 f Tierschutzgesetz (Hundetrainer) durch das Veterinäramt Freising und Expertin für die Ausbildung von Familienhunden. Meinen Fokus habe ich hierbei besonders auf Tierschutzhunde und verhaltensauffällige Hunde gelegt und möchte dies weiterhin als Herzensangelegenheit weiterverfolgen.

Durch die starke jagdliche Ambition meines Labrador-Weimaraner Rüden hatte ich vor mehr als 13 Jahren gezielt nach einer gut fundierten Ausbildungsmöglichkeit gesucht, welche ich  in einer für mich kompetenten Hundeschule gefunden habe. Durch die gute und strukturierte Ausbildung bin ich immer mehr in den Bereich des Hundetrainers gekommen; hier habe ich die Chance erhalten nicht nur als Hundeführer, sondern auch als aktiver Trainer unter Aufsicht zu agieren.

Meine Überzeugung liegt darin, dass eine gesunde Mischung an Zuneigung, Disziplin, Auslastung und klaren Regeln der Grundstein einer sehr stabilen Bindung zum Hund darstellt. Hier sollten die 4 V´s – Verständigung, Verständnis, Vertrauen und Verbundenheit immer im Vordergrund stehen. Das Alter oder die Rasse des Hundes stehen nicht an erster Stelle, sondern das Verständnis zwischen Mensch und Hund, welche in komplett unterschiedlichen Welten leben. 



Meine Ausbildung 

Im Berufsleben bin ich seit mehr als 20 Jahren im vertrieblichen Bereich tätig, was mir bei der Kommunikation und dem Erklären bestimmter Situationen und Aktionen sehr geholfen hat. Ebenso hat es mir den Weg, den ich seit mehr als 13 Jahren nicht nur als aktiver Hundeführer, sondern auch als Hundetrainer mit Schwerpukt Welpenfrüherziehung, Welpen-Sozialisierung und Jughundetraining (unter Aufsicht) vereinfachte. Hier geht auch ein ganz besonderer Dank an meine langjährige Ausbilderin für diese Chance und das Vertrauen.

Während vieler Jahre als  begleitender Trainer (unter Aufsicht) sammelte ich 3 Jahre Berufserfahrung in einem Tierhotel, in welchem ich alle Bereiche durchlaufen habe und eine andere Art der Hundearbeit und Interaktion mit Hunden kennen lernen durfte. 

Nachdem der Wunsch nach einer Ausbildung zum zertifizierten Trainer immer größer wurde, habe ich begleitend hierzu eine 1-jährige Ausbildung zum "Fachberater Hund und Teamtrainer Mensch & Hund" erfolgreich abgeschlossen. Hierauf folgte dann gleich im Anschluss die erfolgreiche Zertifizierung nach §11 TierSchG beim Landratsamt Freising.
Danach habe ich mich noch einer intensiven Ausbildung zum Tierkommunikator unterzogen.
Die Möglichkeit der Tierkommunikation möchte ich sowohl in meiner Arbeit als Hundetrainer, als denkbare und unkonventionelle Art der Unterstützung, vor allem im Bereich der Tierschutzhunde anwenden, ebenso wie in offenen Fragen zu dem einzelnen Tier. Beim Training mit ängstlichen und/oder traumatisierten Tieren möchte ich eine andere Alternative haben um mit diesen doch oft sehr sensiblenTiere eine gemeinsame Basis schaffen zu können und eine unkonventionelle Möglichkeit zu finden sie aus Ihren Ängsten zu befreien.

Regelmäßig bilde ich mich bei namenhaften Referenten und Trainern weiter um mir die neusten Erkenntnisse und unterschiedliche "Blickwinkel" anzueignen um immer auf dem neusten Stand zu sein und nicht auf der Stelle zu stehen....

Weiterbildungen 

  •   Kastration + Verhalten  - Frau Dr. Sophie Strodtbeck
  •   Angsthunde – Bettina Specht
  •   Aggressions-Workshop – Hellhound Foundation
  •   Systemische Impulse – die Magie der Wechselwirksamkeit      teamtraining
  •   Ausdrucksverhalten - teamtraining
  •   Erste Hilfe am Hund 
  •   Hundebegegnungen / Ausdrucksverhalten im Kontakt –            teamtrainig
  •   Anti- Jagd- Training - Happy Dog
  •   Tierkommunikation – Tier Therapie Zentrum

 


 

Lando

 Labrador–Weimaraner-Mix, Rüde, intakt   07.05.2008

Uns war schon damals klar, dass ein neues Familienmitglied auch eine  Erziehung benötigt und bekommt. Auf der Suche nach der richtigen Hundeschule mussten wir die ein oder andere etwas „befremdliche“ Erfahrung machen, was uns letztendlich nach Erding in eine dort ansässige, jagdlich geführte, Hundeschule führte. 

Lando wurde im kleinen Stil für nicht jagdlich geführte Hunde und Familienhunde, aber mit jagdlicher Ambition, mit Sequenzen der jagdlichen Ausbildung, ausgebildet. Das heißt, da er nicht als Jagdhund geführt wird, sind bestimmte Sequenzen einer umfangreichen jagdlichen Ausbildung nicht erfolgt. Andere, vor allem was den verlässlichen Abruf betrifft, schon. Der Vordergrund dieser Ausbildung liegt darin, dass ein jagdlich ambitionierter Hund jederzeit abrufbar ist und fast überall ohne Leine souverän geführt werden kann. Hinzu kamen Apportieren mit Dummy und Apportel, was Lando bis heute leidenschaftlich gerne an Land und im Wasser macht. Sein Abruf/Rückruf ist immer noch (mit über 12 Jahren) exzellent, ebenso wie sein „Down“ aus der Bewegung oder aus dem Stand.

Mit gut 2 Jahren hat Lando die jagdliche Begleithundeprüfung vor dem Kreisjagdverband Erding mit dem 1. Platz abgelegt.

Kurzum, mein „Sumpfdotterbliemsche“ war von der ersten Minute an mein „Augenstern“, er ist durch sein ruhiges und entspanntes Wesen mein Gegenpol :-)  Seine aufgeschlossene und nette Art, alles und jeden mit einem "Grinsen" zu begrüßen, hat im Laufe der Jahre nicht nur mein Herz erobert. Der "Kleine" hat und wird immer einen ganz besonderen Stellenwert in meinem Leben haben. 

Onida


Podenco–Labrador-Mix (?), Dame kastriert, aus dem deutschen Tierschutz ~ 24.01.2018

 

Die Podenco-Mix Dame haben wir mit 11 Wochen zu uns genommen. Da Onida schon im Alter von 2 Wochen vom Tierschutz konfisziert wurde, hatte sie zumindest keine „negativen“ Erfahrungen gemacht  -  dafür aber auch gar keine. Mit Onida machte ich die persönliche Erfahrung, dass es durchaus einen starken Unterschied darstellt, einen Hund aus einer fürsorglichen Zucht (mit dementsprechender Prägung in der Sozialisierungsphase) oder aber aus dem Tierschutz auszubilden. 

Durch die Unterbringung im Tierheim hatte die Kleine nicht die Möglichkeit, umfassend in ihrer verbleibenden sensiblen Prägungs- und Sozialisierungsphase gefördert zu werden und wichtige Dinge für das zukünftige Leben zu lernen. 
Es war von Anfang an klar, dass Onida anders ist 😊. Ihre Eigenschaften sind in Kürze: Ohren auf Durchzug,  stur bis zum Erbarmen, hochsensibel, extrem jagdlich ambitioniert, immer in Frage stellend ob eine bestimmte Aktion auch notwendig ist, zu Hause ein Engel, draußen ein absoluter Treibauf ….

In den ersten 2 Wochen haben wir ausschließlich Prägungsübungen gemacht. Bis dato kannte Onida keinen Straßenlärm, Vögel waren ihr anfangs unheimlich, anderen Hunden hat sie sich immer sofort sehr aktiv unterworfen, der Staubsauger war ein böses Monster.....

Sehr schnell war sie für Außenstehende ein total witziger, vogelwilder Welpe, der unser Leben ganz schön auf den Kopf stellte. Für mich kristallisierte sich immer mehr heraus, dass sie zwar ein „verrücktes Huhn“ ist, aber auch sehr unsicher und ängstlich. Sie begibt sich sofort in die aktive Unterwerfung oder gerät mitunter auch mal aus nicht nachvollziehbaren Alässen in Panik. Außerdem wurde auch sehr schnell klar, dass dieser uns angepriesene Labrador- Mix Welpe, fast nichts mit einem Labrador zu tun hatte, sondern viel mehr unsere Vermutung eines Podenco´s bestätigte. Je älter Onida wurde, desto deutlicher wurden die typischen Charakterzüge des Podenco´s. Zu Hause ist Onida ein sehr ausgeglichener und verschmuster Typ mit Diva-Allüren. Geht es jedoch nach draußen, dann zeigt sie ihr ganzes Temperament und ihre absolute Jagdleidenschaft, welche gekoppelt ist mit Sturheit, Eigenbestimmung, Temperament und Freiheitsliebe.

Insofern wurde hier die jagdliche Grunderziehung sehr schnell vorangetrieben. Onida ist weit entfernt von einem „will-to-be-please“. Sobald sie die häuslichen Gefilde hinter sich gelassen hat, die Nase hoch erhoben, entgeht ihr nicht die kleinste Witterung in der Luft. Ich muss bei unseren Gassirunden immer sehr konzentriert sein, um sie jederzeit abrufen zu können, falls die Witterung doch gar zu gut ist….. 
Es hat sich hier für mich wieder gezeigt wie wichtig es ist, auch bei einem nichtjagdlich geführten Hund frühestmöglich mit einer gezielten Impulskontrolle und einem verlässlichen Abruf (den einige als „Anti-Jagd-Training“ betiteln) zu beginnen. Nur so kann ich auch diesem Hund die Freiheit draußen ohne Leine  ermöglichen, damit sie die Welt selbst, in einem bestimmten Rahmen, erkunden kann.

 

Onida ist anders, teils sicherlich ihrer Vergangenheit geschuldet, teils durch ihr Wesen. Für mich war es wichtig, sie so anzunehmen wie sie ist. Wir hatten bis jetzt eine sehr interessante, herausfordernde, lustige, intensive Zeit mit ihr. Jeder neue gemeinsame Tag zeigt mir jedoch, dass sich jede Sekunde, jede Trainingseinheit, jeder Tag lohnt, mit ihr einen tollen Gefährten (wenn auch die ein oder andere kleine Macke vorhanden ist) an meiner Seite zu haben und ich durchaus in der Lage bin auch von ihr sehr viel lernen zu können und dürfen.